18.05.-20.05.07 1. Mitsu X-treme Treffen in Neustadt /Wied
Treffen mit Umweg und Frühstart
Die Xtremes hatten vom 18.-20.05.2007 zu ihrem Treffen nach Neustadt/Wied geladen.
Da ich ja auch irgendwann meinen persönlichen Saisonstart einläuten musste und dazu noch einige Leute der Xtremes kannte, stand der Entschluss schon einige Zeit fest, dort aufzuschlagen.
Da noch bis Freitag früh um 6 Uhr Nachtschicht angesagt war, ging es erst um 14 Uhr los.
In dem Glauben, dass die Strecke nur rund 600 km beträgt, dachte ich eigentlich, dass ich irgendwann gegen 19 Uhr dort mein Zelt aufschlagen kann. Aber weit gefehlt...
Nach erfolgreichem und staufreiem Passieren der A4 kam irgendwann mal der Haken - es ging auf die A7. Und die führt bekannterweise in zwei Richtungen, von denen ich natürlich wieder mal die falsche wählte. Als die Entfernungsangaben für Hamburg und Hannover sich der zweistelligen Dimension näherten, wurden meine inneren Fragezeichen immer größer und ich beschloss nun doch auf einem Autohof mal nachzufragen. Eine wirkliche Hilfe waren die beiden Mädels an der Tanke dort aber nicht - sie wussten nicht einmal, an welcher BAB sie arbeiten.
Ein Trucker ordnete mich dann endlich richtig ein und ab ging's zurück und weiter in die richtige Richtung. Der Umweg betrug zum Schluss rund 260 km.
Gegen 23 Uhr traf ich dann auch schon auf dem Treffengelände ein, wo ich als laufende Nummer 29 registriert wurde. Nach einigen Gesprächen und Bierchen ging's gegen 02 Uhr ins Auto zum pennen, da es zum Zeltaufbau doch schon etwas reichlich zu spät war. Das mir durch Björn von den Xtremes angebotene und bereits aufgebaute Zelt nutzte ich dann doch nicht, da sich mein innerer Schweinehund gegen das Aufblasen der Luftmatratze um diese Uhrzeit aussprach.
Nach einigen wenigen Stunden Schlaf - es ist erstaunlich, wie gut sich die Beifahrerseite meines Autos zum Schlafen eignet - flog die Beifahrertür voller Elan auf und raus ging's ins Treffengeschehen. Mittlerweile waren weitere Teilnehmer angekommen, insgesamt nahmen rund 60 Fahrzeuge und rund 100 Leute am Treffen teil, worunter sich jede Menge alter Bekannter aus den letzten Jahren befanden.
Den Tag über gab es eine Gaudi-Rallye inklusive abschließendem Teebeutelweitwurf (Rekord lag bei über 10 Metern), die Fahrzeugbewertung durch eine externe Jury (am späten Nachmittag mussten dann doch noch Xtreme-Experten mit unterstützen, um die Bewertung nicht bis in die Nachtstunden ausufern zu lassen), die sich aus Opel- und Hondafahrern zusammensetzte. Dazu waren noch "Schubbis Garage" und ein Airbrush-Team da, die zwei wirklich gut lackierte Opel mitgebracht hatten.
Und das fand ich bei dem Treffen richtig gut: markenfremde Fahrzeuge waren hier nicht nur willkommen, sondern wurden auch in einer eigenen Klasse bewertet. Unschlagbar in dieser Kategorie war natürlich der wirklich aufwendig getunte Polo, der so richtig dem VW-Klischee entsprach (ist nicht böse oder überheblich gemeint).
Nebenher kam auch noch ein älteres Pärchen samt Tochter oder Enkelin aufs Gelände, bei dem es sich um eine Art Parkanlage mit Grillhütten handelte, die bei einer Runde Boule ihren Kakadu "Gassi" führten.
Am Abend fanden dann noch eine Tombola mit unzähligen Gewinnen - die großen Abräumer waren hier wohl die Shanghais - und die Pokalvergabe für die Fahrzeugkategorien, weiteste Anreise (rund 1080 km durch einen zu den DreamCars gehörenden Teilnehmer mit Audi aus Polen), Hifi-Ausbau und Gaudi-Rallye.
Nachdem die Nacht wieder ziemlich kurz geriet, war am Sonntagmorgen zeitigstes Aufstehen angesagt: Neustadt/Wied hatte just am selben Tag das Gebiet von 10 Uhr bis 18 Uhr zur autofreien Zone erklärt !!!! Also musste ich zwangsläufig und entgegen meiner Gewohnheiten gegen halb 9 Uhr aufstehen, nach ein paar Bechern Kaffee mich von den noch Anwesenden verabschieden und halb 10 Uhr die Heimreise antreten, die mich auf der richtigen Strecke gegen 16 Uhr in meiner Weltstadt ankommen lies.
Insgesamt war es ein sehr gelungenes Treffen mit vielen fleißigen Helfern. Vor allem die Mädels hinter dem "Tresen", die dort von Früh bis Nachts die Stellung hielten, haben eine immense Leistung hingelegt, die letztendlich auch zum Gelingen des Treffens beitrug.
Getrübt wird die Erinnerung an das Treffen durch den Unfalltod von Nicole Penn, der Schwester des Chefs der "Mitsu-Projekts", am darauffolgenden Montag. Am Sonntagmorgen saß sie noch beim Frühstück lachend neben mir - und so werde ich sie auch immer in Erinnerung behalten.
Bilder findet ihr in unserer Galerie.
Mehr Fotos und weitere Informationen findet Ihr unter:
http://www.mitsu-xtreme.de