30.05. - 01.06.2008 Jacatu V - The Final

Wie der Name des Treffens schon sagt, sollte das V., das vom 30.05. bis 01.06.2008 anstand, zugleich auch das letzte Jacatu-Treffen sein.

Nachdem ich die letzten vier Jahre durch Abwesenheit glänzte, stand für mich dieses Jahr fest, dass ich dorthin fahre, um mir das ganze nun doch endlich einmal anzuschauen, bevor dieses Treffen nicht mehr existiert.

Also ging es am Freitag gegen Mittag los, nachdem mein Autoumbau früh halb drei endlich vollendet war - nach mehreren Monaten Kampf mit allen möglichen Widrigkeiten. Aber daran denkt man nicht mehr, wenn alles geschafft ist.

Im Gegensatz zu anderen Fahrten zu Treffen ging es dieses Mal tatsächlich ohne unbeabsichtigte Umwege und bei bis zu 32 Grad Außentemperatur direkt nach Speyer, wo ich an der Autobahnabfahrt schon auf Big Brother von den Shanghai-Knightz traf. Also habe ich mich einfach mal hinten dran gehangen und somit meine absolute Ortsunkenntnis auf dem restlichen Weg gekonnt getarnt. :-)

Da es am Himmel langsam dunkler wurde, hielten wir uns auch nicht lange mit der Anmeldung und der sonst üblichen Hallo-Runde auf, sondern gingen fast nahtlos zum Zeltaufbau auf dem Areal des Technik-Museums über. Nachdem ich mein eigenes kleines und die Shanghais ihr erstes Riesenzelt aufgebaut hatten, kam auch schon alles Schlechte, glücklicherweise mit Ausnahme von Hagel, von oben herunter - also perfektes Timing. Schutz bot die große Halle, die dem Treffen zur Verfügung stand und auch der Platz durfte gleich seine erste Prüfung auf Unwettertauglichkeit ablegen - Ergebnis: mit "gut" bestanden, da komplett betoniert.

Nach einer Stunde war auch das überstanden, schnell mal nach dem Zelt geschaut, das das Unwetter soweit überstanden hatte. Lediglich einige Heringe hatten ihre Aufgabe nicht ganz bewältigt, wurden aber wieder zusammengesucht und "zwangsverpflichtet". Die Shanghais bauten daweile ihren nächsten Leinwand-Palast auf - irgendwie vergleiche ich diesen Club mittlerweile mit einem mittleren Logistik-Unternehmen angesichts des immensen Materialaufwandes, der da betrieben wird. Aber dafür ist dann bei den Shanghais auch alles zu finden, was man auf einem Treffen so finden kann, wenn es um Camping-Komfort geht.

Da an dem Abend kein Catering zur Verfügung stand - für Interessenten gab es die Möglichkeit der Bestellung bei einem Pizza-Lieferanten, der seine Ware stilecht in einem Swift-Cabrio heranbrachte - ging es dann noch mal mit dem Auto zu einem Fastfood-Gourmet-Restaurant. Naja, zumindest ein Sättigungsgefühl stellte sich ein... :-)

Wieder zurück auf dem Platz sah man nach und nach mehr bekannte Gesichter und Autos - die nächsten Shanghais kamen an, PoisonGreenEclipse - mittlerweile mit einer Supra unterwegs - und Hellboy aus dem DSM-Forum waren da, die Mitsu-Fans Thüringen und noch einige andere. Und natürlich TitanXXL als Macher des Treffens, der aber auch so nicht zu übersehen war - Nomen est Omen.

Irgendwann ging es dann Richtung Zelt, dort noch etwas mit den Shanghais zusammengesessen und dann ab auf die Luftmatratze, da die Augen ihren Dienst auch nicht mehr so richtig verrichten wollten.

Am nächsten Morgen stand ich vorzeitig im Zelt, da auf dem benachbarten Verkehrsflugplatz gegen 8 Uhr ein Düsenjet loslegte - muss wohl ein verspätet startender Nachtflug gewesen sein... :-) Naja, so schlimm war es nicht, da ja auch noch Frühstück und Autowäsche anstanden.

Ab etwa 11 Uhr wurde es dann richtig voll auf dem Platz - ich schätze, dass bis zum Abend dann so etwa 250 Japan-Cars aus Deutschland, der Schweiz und aus Belgien den Weg zum Treffen gefunden hatten. Besonders habe ich mich über das Erscheinen von X-treme-Leuten gefreut, die dann auch gleich neben uns einparkten. Leider musste ich deren Treffen am vorhergehenden Wochenende sausen lassen, da mein Auto zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig war.

Besonders gut meinte es wohl am Samstag - dann auch noch am Sonntag - der Wettergott mit uns, der die Sonne auf uns herunterprasseln ließ, die dann auch ihre Spuren hinterließ. Seitens des Veranstalters wurde eine Reihe von Möglichkeiten geboten, sein Auto mal unter die Lupe nehmen zu lassen: Sound-Off-Check (Wertung der Klangqualität und des Einbaus der Car-Hifi-Komponenten), die obligatorische DB-Messung, Leistungsprüfstand, der von früh bis 22 Uhr der absolute Magnet - vor allem für die wirklich zahlreichen Supras - war sowie die Fahrzeugbewertung durch kompetente Jurys.

Das ganze wurde dann mal für eine Weile durch den nächsten Starkregen unterbrochen - nach einer Weile ging alles weiter wie vorher. Schade nur, dass einige sich und ihre Autos dauerhaft in Sicherheit brachten und nicht wieder auftauchten.

Am Abend gab es dann die Pokalverleihung in allen möglichen Fahrzeug- und Sonderkategorien (Sound-Off, DB, Frauenauto, geschrubbteste Karre usw.) und dann ging die Party richtig los - gerüchteweise ging es wohl bis in die frühen Morgenstunden - das habe ich aber nicht mehr bis zum Ende erlebt, da ja auch noch die Heimfahrt angesagt war.

Der Sonntag war dann als markenoffenes Treffen ausgelegt - aber den Großteil dürften wohl wieder die Japaner gestellt haben. Viele bekannte Fahrzeuge aus den beiden vorherigen Tagen, aber auch etliche neue. Aus dem Eclipse-IG-Forum tauchte noch Sergej mit seinem D30 auf - logischerweise war erst mal ein Austausch über neueste Fahrzeugänderungen angesagt, da wir uns ja seit Coltmania 2007 nicht mehr gesehen hatten. Ansonsten gab es noch ein paar gut gemachte Autos der VW-, BMW- & Co.-Gemeinde zu sehen und ein richtig schicker Ami-Oldtimer.

Nach Zeltabbau, Verabschiedungsrunde und einer 75-Euro-Tieferlegung bei Aral ging es 15:30 Uhr in Richtung Heimat - und ab dann ging alles seinen gewohnten Gang. Offenbar hatte ich wieder mal den Routenplaner wohl diagonal gelesen - jedenfalls landete ich dann in Frankfurt/Main, was ich auf dem Hinweg mit Sicherheit nicht passiert hatte. Egal, mit 120 km/h Reise"geschwindigkeit", 150 km Umweg, sieben Stunden Fahrt und geldbeutelschonenden 6,14 Liter Durchschnittsverbrauch war ich dann 22:30 Uhr endlich vor der Haustür. Auf alle Fälle hatte das den Vorteil, dass ich ein über Dresden ziehendes Unwetter mit Hagel "verpasst" habe.

Insgesamt war es ein richtig gutes Treffen, bei dem sich die Orgs und ihre Helfer erfolgreich alle Mühe gegeben haben, ihre Besucher zufrieden zu stellen. Und ich kann es mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen, da es - entgegen dem Namen des Treffens - eine Fortsetzung geben wird. Also dann bis zu Jacatu VI.

Bilder, Videos und Berichte gibt es auch hier:

Eclipse IG Gallerie
http://www.jacatu.de
http://treffen.jacatu.de
http://www.speyer-aktuell.de