02.06.-03.06.07 4. Japanertreffen des Toyota-Club-Steiermark e.V. in Ludersdorf

Nach langer Zeit des Wartens ging es am letzten Wochenende ins Spritparadies (im Durchschnitt 1,12 Euro/Liter Super) Österreich zum Japanertreffen, das im letzten Jahr noch auf dem Gelände eines Sportplatzes in St. Marein stattfand. Nach der 2006-er Schlammschlacht hatten das Team des des Toyota-Club-Steiermark e.V. für das 4. Japanertreffen nach einem neuen Platz gesucht und diesen auch mit dem ARBÖ-Fahrsicherheitszentrum in Ludersdorf gefunden.

Da das Treffen dieses Jahr nur für den 02. und 03. Juni konzipiert war, machte ich mich bereits am Freitag, also am 1. Juni, um 12:00 Uhr auf den Weg.
Im Gegensatz zum Treffen der X-tremes im letzten Monat fuhr ich dieses Mal tatsächlich immer brav auf der Autobahn in die richtige Richtung. Trotzdem dauerte es wieder neun Stunden, bis ich um 21:00 Uhr auf dem ARBÖ-Gelände ankam, wo die Orgs noch mitten in den Vorbereitungs- und Aufbauarbeiten steckten. Allerdings war das für die Teammitglieder kein Hinderungsgrund mich überaus freundlich zu begrüßen und eine erste Begutachtung des Autos durchzuführen.

Als dann doch der "kleine" Hunger aufkam, erfragte ich bei den Orgs den Weg zu einem Fast-Food-Gourmet-Tempel, fuhr auf der Autobahn noch etwa 25 km weiter in Richtung Graz und rückte erst einmal bei BK in Seiersberg ein. Ok, die "Speisekarten" dieser Einrichtungen sind nicht wirklich meine Welt, aber der Hunger und die Uhrzeit ließen mir nach 22:00 Uhr nicht wirklich allzu viele Alternativen. Die McD-Konkurrenz hatte um diese Uhrzeit übrigens ihre Pforten schon geschlossen. Ein Rundblick auf dem BK-Parkplatz ließ Erinnerungen an McD in Dresden aufkommen - hier trifft sich wohl auch allabendlich die Auto-Szene. Bemerkenswert war eine Stingray, die allerdings schon weg war, als ich noch mal mit der Digi-Cam loszog.

Nach einer kurzen Sightseeing-Tour durch das nächtliche Gleisberg - viel gab es nicht zu sehen und zu finden - gönnte ich mir und meinem Car dann ein paar Stunden Ruhe auf einem Parkplatz in der Nähe des ARBÖ-FSZ, die öfter mal durch Autofahrer unterbrochen wurde, die wohl den unmittelbar daneben befindlichen Kreisverkehr eher als Hindernisparcours betrachteten.

Samstagmorgen gings um 7:00 Uhr raus aus den Federn des Beifahrersitzes und ran an die genau gegenüber befindliche Autowäsche, wo schon der erste Treffenteilnehmer zugange war. Während ich mich dann auch abwechselnd mit Hochdrucklanze und Mikrofasertuch beschäftigte, trafen nach und nach die nächsten Autos dort ein. Unter anderem ein schicker Camry, der mir schon letztes Jahr durch edles und dezentes Tuning aufgefallen war. Mittlerweile weiß ich, dass der Besitzer auch der Administrator der Internetseite der Tuning-Szene Graz (TSG) ist.

Dann gings wieder zum FSZ, wo ich als laufende Nummer 17 registriert wurde, dort schnell noch am Auto den letzten Feinschliff hingelegt und lust but not least - es fing an zu regnen...

Damit war für mich dann auch das Problem geklärt, wo ich mein Zelt aufbaue - nämlich gar nicht. Also alles aus dem Kofferraum nach vorn auf die Rücksitzbank verlagert und "dezent" mit Decke und Schlafsack zugedeckt. Und ich hatte mir - nachdem mir beim letzten Treffen mein innerer Schweinehund das Aufblasen der Luftmatratze "ausgeredet" hatte - extra eine selbstaufblasbare besorgt... Naja, beim (über-)nächsten Treffen wirds dann vielleicht mal zum Ernstfall kommen...

Der Platz füllte sich dann nach und nach - insgesamt waren zum Treffen nach meiner Schätzung zwischen 300 und 400 Autos da. Genauer lässt sich das aus meiner Sicht nicht sagen, da das Gelände ziemlich weitläufig war, bei der Drift-Challenge ein ständiges Kommen und Gehen herrschte und auch einige wieder wegfuhren.

Letzteres lag sicher an dem Gewitter, das am Nachmittag hereinbrach. Hier machte sich auf alle Fälle der Wechsel vom Sportplatz zum FSZ mit seinen betonierten Abstellflächen bezahlt - auch wenn im Innern des Festzeltes die Füße der Schutzsuchenden geflutet wurden.

Irgendwann hörte das aber auch mal wieder (fast) auf und gleichzeitig kam die Hiobs-Botschaft, dass wohl einer auf nassem Untergrund unbedingt in seine Parklücke hineindriften musste und gegen einen Cordia der Wien-Gang gekracht war. Schade, dass manch einer offenbar sich und sein Auto auf dem Treffengelände nicht im Griff hatte. Aber die Orgs und die Leute der Security versuchten ihr Möglichstes, das in den Griff zu bekommen...

Nachdem das auch geklärt war, habe ich mich dann in die Reihe der Wartenden eingegliedert, die ihre Fahrzeuge bewerten lassen wollten. Für das Zweier-Team, dass die Bewertung durchgeführt hatte, war die Menge der Autos sicher Stress pur. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man nach etlichen Stunden Bewertung fix und alle ist. Na jedenfalls bot die Wartezeit genug Gelegenheit, das Auto zum dritten Mal trockenzulegen, Fragen zu beantworten, Bilder zu machen und mit anderen zu quasseln.

Ansonsten gabs auch einige Sachen, die nebenher liefen: eben die schon angeführte Drift-Challenge, der DB-Drag in verschiedensten Klassen, einige Händler (leider keine richtigen Tuningfirmen dabei), Scheibentönung, Trike-Rundfahrten und Off-Road-Trial für die etwas robusteren Fahrzeuge. Nur die im Programm vorgesehene Miss-Wahl habe ich wohl irgendwie verpasst???

Abends dann die DB-Pokalvergabe und die üblichen Feten, die überwiegend in den Club-Ecken stattfanden - zumindest machte das Festzelt trotz guter DJ-Mucke einen relativ verlassenen Eindruck.

Am Sonntag gabs dann gegen Mittag noch die Auswertung der Fahrzeugbewertung, die aufgrund der zweifelsohne vorherrschenden Honda- und Toyota-Präsenz noch in verschiedenste Kategorien gestaffelt wurde. Mitsubishi hats da den Orgs doch etwas einfacher gemacht... :-) Für mich war die Überraschung und die Freude groß, dass mein Car wohl doch auf positive Resonanz gestoßen war.

Bei der Gelegenheit noch mal zu den Autos: es waren einige mir schon bekannte Fahrzeuge dabei, aber auch viele und gut gemachte, die ich noch nicht kannte. Da fallen mir auf Anhieb die beiden MR2 ein, die sich auch die ersten beiden Plätze in der Klasse geteilt haben, Und eben auch mal paar Autos, die in der Tuning-Szene (noch) zu den Exoten zählen: eben der schon erwähnte Camry und dazu noch ein Daihatsu Materia, der auch zur TSG gehört. Dazu noch ein Crown, der, wenn er dann auch mal wieder hergerichtet ist, sicher auch ein Highlight werden könnte. Aber auch die Mitsus waren wieder in einer breiten Palette vertreten, die vom Cordia Turbo über andere Youngtimer bis hin zu allen derzeit gängigen Modelle reichte.

Viele bekannte Gesichter waren auch wieder da: JapTec, die Mitsu-Drivers, die Wien-Gang und der Club Weinland mit einigen Vertretern - schön, alle mal wiederzusehen nach der Szene-Pause. Einige Clubs aus unserer Szene waren leider nicht da - aber die traurigen Anlässe sind Entschuldigung genug.

Fazit:
Österreich und seine Treffen bleiben für mich Favoriten.
Eine einfach immer wieder unglaubliche Gastfreundschaft, Ideenreichtum bei der Treffenorganisation und -durchführung (auch wenn es paar kleine Kritiken gäbe), Offenheit und Kontaktfreudigkeit, wenn man bislang Unbekannte anspricht und gute Freunde, die Unmögliches möglich machen.

Ich habe in der Anmeldeliste für unser Treffen www.japan-all-stars.de gesehen, dass einige, die ich am letzten Wochenende in Ludersdorf gesehen habe, am kommenden Wochenende zu uns kommen wollen - ich wünsche euch eine pannen- und unfallfreie Anreise.

PS: Irgendwie habe ich den Eindruck gewonnen, dass Österreich wohl das Mutterland des Kreisverkehrs sein muss... So viel bin ich schon lange nicht mehr im Kreis gefahren...

Ein Video zum Treffen findet ihr auf den Seiten der Tuning Szene Graz.

Bilder findet ihr in unserer Galerie.

Mehr Fotos und weitere Informationen findet Ihr unter:
http://www.japanertreffen.at