28.09. - 30.09.2007 5. Bayerwald-Treffen in Kapfhan
Letztes September-Wochenende bedeutet für die Mitsu-Szene nun schon seit etlichen Jahren auch Saisonabschluß beim Bayerwaldtreffen in der Nähe von Passau.
Die Crew von Mitsu-Projekt hatte vom 28.-30.09.2007 zum 5. Bayerwald-Treffen geladen und viele kamen.
Nachdem im letzten Jahr die Eclipse-IG erstmalig dabei war, hatten wir uns fest vorgenommen, dieses Jahr dort wieder aufzuschlagen - Linda, Jan und ich haben es dann auch wahr gemacht. Leider konnten einige andere nicht mitkommen - auch die eigentlich schlechte Wetterprognose trug mit dazu bei, auch wenn sie letztendlich wieder mal nicht hinhaute...
Freitag früh ging es halb vier raus aus den Federn - vor dem Spaß war erst mal eine Frühschicht angesagt... 13:30 Uhr war die dann auch mal vorbei, schnell in die Tschechei gedüst, Auto vollgetankt, Zigaretten geholt und wieder zurück.
Über die A17 ging es auf die A4, wo sich erstmalig das zeitige Aufstehen bemerkbar machte - die Augen entwickelten eine seltsame Art an Eigenleben... Da irgendein Bürokratenkopf in einer Behörde einen 14 km langen Bauabschnitt zwischen Chemnitz und Zwickau abgenickt hatte, zog ich erst einmal eine einstündige Augenpflege auf einer Raststätte vor Chemnitz vor, da mir das dann doch zu heikel war, mit halboffenen (oder halbgeschlossenen?) Augen dort durchzudüsen. Zudem waren auch Regen, Starkregen und Nebel fast ständiger Begleiter auf der gesamten Strecke - also auf längeren Strecken nicht wirklich förderlich.
Nach der Stunde war dann tatsächlich eine Besserung eingetreten, was den Zustand meiner Sehorgane anbelangte - am Wetter änderte sich nichts, und weiter ging es über die A72, A93 und A3 in Richtung Garham. Die entsprechende Abfahrt hatte ich dann auch noch fast verfehlt - der wegweisende Anruf von Jan kam gerade noch rechtzeitig.
Ok, bei einsetzender Dunkelheit kam ich dann auch tatsächlich dort an, wo ich hinwollte - die Wiese bot jedoch einen desolaten Anblick. Wie ich später erfuhr, hatte es auch dort von früh um 10 Uhr bis kurz vor meiner Ankunft aus allen Eimern geschüttet.
Inmitten der schon zahlreichen anwesenden Autos und Leute bauten Linda und Jan gerade ihre Leinwandvilla auf - um ein paar helfende Handgriffe kam ich somit nicht ganz herum. Ich selbst hatte von der Campingvariante Abstand genommen und das Auto zum Schlafplatz erkoren - immer wieder erstaunlich, wie gut man in dem Blechhaufen schlafen kann...
Nachdem das Zelt stand, ging es ab in die Party-Hütte, die von ortsansässigen Bikern, die in den folgenden Nachtstunden einige Probleme mit sich und der Umwelt hatten, zur Verfügung gestellt wurde. Dort saßen dann auch schon die geburtstagsfeiernden X-treme-Members, die Drivers, die Leute vom Power-Team und noch etliche andere bekannte Gesichter.
Als vierter in unserer Runde musste dann, mangels anderer IG-Leute :-), auch Ronin von den X-treme-Leuten herhalten, der unsere Spässe mit viel Humor nahm. Also nicht sauer sein - wir meinen das alles nicht so :-)
Nach einiger Zeit kamen dann wieder die "Augenbeschwerden" - es ging einfach gar nix mehr. Also wieder für eine Stunde ab ins Auto. Danach ging es noch problemlos bis früh um 3 Uhr fröhlich weiter.
Der Samstag brachte dann, abgesehen von der Anwesenheit des gut beschäftigten Graveurs/Airbrushers, ab Mittag eine Gaudi-Rallye, zu der ich nix weiter sagen kann, da ich nicht daran teilgenommen habe. Dafür gab es im Kreis des gastfreundlichen Japan-Power-Teams eine stundenlange Teerunde in wechselnder Beteiligung. Dass der Tee mittels nie verendender Stroh-80-Zutaten zusätzlich "aromatisiert" wurde, sei nur mal am Rande erwähnt... :-)
Da aber auch die feste Nahrungsgrundlage nicht fehlen durfte, wurde dann auch irgendwann mal der IG-Grill angeworfen, der fleißig mit Nürnberger Würsteln bestückt wurde - ich bekam auch was davon ab. Allerdings sei an der Stelle auch erwähnt, dass auch diejenigen, die auf "Fremdversorgung" angewiesen waren, nicht verhungern mussten. Die Gastro-Abteilung war, wie auch im letzten Jahr, immer topp und um das Wohl der Besucher (erfolgreich) bemüht.
Apropos Versorgung - da lande ich fast automatisch beim Auftritt der Shanghai-Knights: ungeachtet der Entfernung zum Stammsitz in Hessen waren die "Chaoten" mit 13 Autos und 22 Leuten präsent. Was da an Logistik gemeistert wurde, lässt sich am besten daran festmachen, dass mittlerweile ein Ford Transit als Basisfahrzeug herhalten musste. Aber dafür war dann eben auch alles da, was man bei einem Treffen so erwartet. Nur brauchen die Knights mittlerweile ein eigenes Gelände für ihre Leinwand-Villen und geeignete Zufahrtswege für ihre "Trucks". Aber da muss man einfach mal den Hut ziehen...
Irgendwann am Abend gabs dann die Pokale in gewohnter XL-Größe und dazu eine amerikanische Versteigerung in zwei Runden. Nebenher entschuldigten sich die Gastgeber bei Jürgen vom JPT mit einem wertvollen Präsent für Unannehmlichkeiten, die er in der vorangegangenen Nacht mit den o.a. Bikern hatte. Eine sehr faire Geste in meinen Augen, da die Gastgeber sich für etwas entschuldigten, was sie eigentlich gar nicht zu verantworten hatten.
Irgendwann zog es mir dann doch wieder die Augenzu und in der Absicht, nach einer Stunde zurückzukehren, ging es erst mal wieder in Richtung der Blechwiege. Als nach einer Stunde der Wecker Laut gab, waren meine Augen absolut nicht davon zu überzeugen, mich wegzulassen, also ging es nahtlos zum Tiefschlaf über (sorry an Linda und Jan), der allerdings früh kurz nach 7 Uhr sein Ende nahm.
Als ab 8 Uhr das Frühstücksangebot los ging, war ich der erste, der das Büffet in Anspruch nahm. Nach einigen Kaffees, viel Obst und etwas Käse ging es dann in Richtung Heimat. Zuvor noch die übliche "Tschüs-Runde", auch wenn ich sicher wieder einige vergessen habe (sorry vor allem an die veranstalter!!!) und andere noch pennten (Jan und Linda!!!).
Bevor es auf die Autobahn ging, besuchte ich noch Nicoles letzte Ruhestätte - es war ein Moment der Ruhe und des Gedenkens an einem ansonsten lebhaften Wochenende. Aber dieser Moment war mir sehr wichtig...
Gegen 16 Uhr war ich dann nach einer problemfreien Fahrt wieder in Dresden, allerdings mit dem Gedanken, dass ich die ganzen Freunde der Szene erst im nächsten Jahr wiedersehen werde. Kommt also alle gut über den Winter...
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