11.-13.04.09 Carstyling Budapest

Nachdem der Saisonstart 2008, der durch das Autohaus Macht organisiert wurde, auch schon eine gute Sache war, insbesondere durch das erstmalige Zusammentreffen so vieler IG-Mitglieder, war der diesjährige Saisonstart einer der anderen und besonderen Art - es ging nach Budapest!

Da muss man wohl erst mal etwas zu den Hintergründen sagen, wie das überhaupt zustande kam:

Zur XS-Car-Night in der Dresdner Messe im Juni 2008 waren auch die Budapester Organisatoren der Tuning-Messe www.carstyling.hu zugegen und suchten aus der Unmenge der anwesenden Fahrzeuge Verstärkung für ihre eigene Messe. Im September waren die Ungarn nochmals zur XS-Car-Night im Kaufpark Prohlis da und suchten dort wiederum nach eventuellen Teilnehmern an ihrem eigenen Event.

Und dann war erst mal Ruhe...

Als schon viele die Idee aufgegeben glaubten, hieß es auf einmal: "Bewerben Sie sich jetzt!". Das lief dann alles über die zu den Partnern der ungarischen Orgs erkorenen Leute von www.xs-edition.de und www.eastsidestylerz.de.

Gesagt, getan und tatsächlich kam nach einer ganzen Weile die Zusage, dass ich mit meinem Auto bei diesem Event dabei bin.

Daraufhin wurden erst einmal alle Umbaupläne über den Haufen geworfen, alles neu terminiert, umorganisiert und vorverlegt.

Ergebnis: einen Tag vor der Abfahrt nach Budapest war das Auto dann auch tatsächlich fertig.
An dieser Stelle auch vielen Dank an die Leute von Hardcorekustoms, Nanopoint, car-art und den langjährigen Freunden von car-akustik Dresden.

Der 1. Tag:
Für alle wurde als Abfahrtszeit vom Kaupfpark Prohlis 08:00 Uhr vorgegeben. Die eigentliche Ankunftszeit in Budapest wurde da schon von 17:30 Uhr auf 19:00 Uhr "korrigiert". Nach dem nochmals auf 09:00 Uhr verschobenen Start ging es dann in einer recht ausehenerregenden Kolonnenfahrt los.
Und wir hatten eigentlich alles mit:
- rund 60 Autos - teilweise auf Trailern und mit den dazugehörigen Zugfahrzeugen,
- rund 120 Leute - genug, um jeden Tag in Budapest drei Shuttle-Busse zu füllen,
- unsere eigenen Mechaniker in Person der car-art-Crew, die unterwegs einiges an Pannenhilfe leisteten, dazu noch den für die Messe gebauten Low-Rider auf dem Hänger mitführten, selbst gleich als erste vom Pannenpech vefolgt wurden und in Budapest dann auch noch die Drift-Cars reparierten,
- unseren eigenen DJ, der dann in Budapest selbst auflegte,
- einen Team-Rembrandt - siehe Bilder - und
- eine Menge Lust auf Neues.

Wir trafen wir dann doch erst gegen 21:00 Uhr in Budapest ein, wurden dort von den Organisatoren und der ungarischen Polizei in Empfang genommen.

Und dann passierte etwas, was in Deutschland undenkbar wäre - die Sperrung der Straßen im Stadtzentrum von Budapest durch die ungarische Polizei für die ungehinderte Durchfahrt unserer Fahrzeugkolonne bis zum Messegelände. Unvorstellbar, was bei einer ursprünglich geplanten Ankunft um 17:30 Uhr dort im Freitagnachmittag-Berufsverkehr (unseren Karfreitag gibt es in Ungarn nicht als Feiertag) in Budapest losgewesen wäre - wir hätten wohl ein Chaos verursacht. Also mal eine großen Dank an die Leute von der Rendörseg (ungarische Polizei). :-)

Gegen 21:30 waren wir dann alle auf dem Messegelände - schnell noch die Autos in die vorgegebenen Positionen gebracht, auf Vordermann gebracht und dann mit dem Shuttle-Bus ins Hotel.

Bei rund 120 Leuten dauert logischerweise auch das Einchecken eine Weile, aber gegen Mitternacht war das dann auch durch und jeder hatte in dem ****Hotel sein Zimmer gefunden.

Einzig überfordert schien an dem Tag die dortige Gastronomie-Abteilung, die bei den vielen hungrigen Mäulern um diese Uhrzeit erst einmal kapitulieren musste.

Der 2. Tag
Abfahrt gegen 10:00 Uhr zur Messe - wiederum im Shuttle-Bus.
Es gab es für interessierte Leute den vom Veranstalter organisierten Service, sich über Nacht für 4 Euro das Auto putzen zu lassen. Soweit ich gehört habe, erfolgte das zur vollsten Zufriedenheit.
Ansonsten gab es den ganzen Tag über genug zu sehen. Die Autos der ungarischen Tuning-Szene innerhalb und außerhalb der Halle, geile Driftshows der Iren, die berühmten ungarischen Mädels usw....

Abends legte dann auch unser eigener Org in einem angesagten Club in Budapest auf - soweit ich zu hören bekam, war es richtig geil.

Der 3. Tag
Alles wie gehabt - mit dem Shuttle zur Messe, Auto wieder ausgepackt und Leute, Autos und Shows geguckt.
An dem Tag hieß es dann auch Abschied nehmen vom Heckspoiler meines 1:18-Modellautos - lieber Spoiler, ich wünsche dir viel Glück bei deinem mir unbekannt gebliebenen neuen Besitzer, der dich einfach so mitnahm, ohne dass wir uns verabschieden konnten...
Dann wurde in den nexten Tag hineingefeiert, da der Torsten von car-art Geburtstag hatte. Also gab es Geburtstagstorte und ne Stripperin - mehr konnte sich das Geburtagskind ja nun erst einmal wirklich nicht wünschen. :-)

Der 4. Tag
Wieder Shuttle, auspacken - Modellauto- Torso dieses Mal im Fahrzeuginneren aufgestellt, um weiteren Verlusten vorzubeugen... :-) Dann alle vorhandenen Batterien im Auto nebenher aufgeladen, da die am vorherigen Tag komplett ihren Geist aufgegeben hatten - kein Wunder bei der Car-Hifi-Dauerbelastung.
Gegen 12:00 Uhr traten die ersten Trailerautos von uns leider schon die Heimreise an - ich fand es nicht so gut, auch wenn diejenigen sicher triftige Gründe hatten. Die nächsten von uns starteten dann 16:00 Uhr, sodass unsere Ecke - also die 5-er-Gruppe, mit der ich einen Stand hatte, dann eigentlich nur noch durch mein Auto vertreten wurde. Aber eigentlich war allen bekannt, dass wir schon bis 18:00 Uhr stehen sollten. Gut, dem Gros unserer "Klassenfahrt" stand noch die nächtliche Heimreise in Richtung Dresden bevor, aber irgendwie war es unfair gegenüber unseren ungarischen Gastgebern.
Als die ersten LKW's der ungarischen Firmen und Aussteller dann in die Halle einfuhren packte ich auch meine Deko zusammen und fuhr zurück ins Hotel. Da gebührt meinem Mitfahrer - bzw. seinem Orientierungssinn - Dank, da ich mich selbst wohl in der ungarischen Weltstadt sicher hoffnungslos verfahren hätte.

Der 5. Tag
Aufstehen um 08:00 Uhr, Frühstücksbüffet geplündert, 10:00 Uhr zusammen mit einem weiteren Team - wir waren die einzigsten, die neben dem irischen Drift-Team noch eine zusätzliche Nacht dort blieben - die Heimreise angetreten und dann gegen 17:30 Uhr sicher und problemfrei - wenn man mal die Prager Stadtautobahn und ihre Beschaffenheit außen vor lässt - in Dresden gelandet.

Fazit:
Einen riesigen Dank an die ungarischen Organisatoren, die einen Saisonstart der ganz anderen Art für uns auf die Beine stellten. Was diese Crew für uns möglich machte und finanzierte (Übernachtung + Frühstück, Shuttlebusse usw.) ist echt riesig gewesen. Dann natürlich auch meinen Dank an das ESS- und XS-Team, die mir die Teilnahme ermöglichten.
Und natürlich auch an meinen Copiloten XS-Sandmann, der einfach ein guter Beifahrer war - auch wenn er ab und zu mal eingepennt ist. :-)
Sollte es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben, wäre ich jederzeit gern wieder dabei.

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